Gelegenheit macht Diebe – Warum Videoüberwachung sich auch für kleine Geschäfte lohnt und schnell bezahlt macht

Das Problem mit dem Schwund
Ob Ladengeschäft, Bistro oder Apotheke – Schwund ist ein Problem, mit dem sie alle zu kämpfen haben. Dabei fällt es gerade bei den kleineren Unternehmen seltener auf, wenn Wareneinsatz und Warenumsatz am Jahresende nicht zusammenpassen. Häufig fehlt es einfach an entsprechenden Kontrollmechanismen, die die Unregelmäßigkeiten aufdecken würden. Ladendiebstähle machen laut einer Studie gut 50 Prozent des jährlichen Schwunds aus, 25 Prozent werden verursacht durch unehrliche Mitarbeiter. Diese zweigen Waren und Material ab oder geben Beträge einfach nicht in die Kasse ein, sondern stecken diese in die eigene Tasche.

Weil niemand etwas bemerkte
Wie groß der Schaden schnell werden kann, zeigt das Beispiel eines Ladenbesitzers. Egon P. führt ein Tabak- und Zeitungsgeschäft. Eines Tages erhielt er Post vom Finanzamt und fiel aus allen Wolken – er sollte mehrere Tausend Euro nachzahlen. Grund: sein Wareneinkauf und der daraus erzielte Umsatz passten nicht zusammen. Also schätzte ihn das Amt nach branchenüblichen Werten und so ergab sich die hohe Summe der Steuernachzahlung. Egon P. konnte sich das Ganze nicht erklären. Doch schließlich gestand ein Mitarbeiter, dass er regelmäßig Geld nicht in die Kasse eingegeben, sondern unterschlagen hatte. Und zwar keine kleinen Beträge, sondern im Schnitt rund 3.500 Euro im Monat. „Und ich habe davon die ganze Zeit einfach nichts bemerkt“, so der Ladenbesitzer. Für sein kleines Unternehmen bedeutete die hohe Nachzahlung fast das Aus. Inzwischen hat er eine Videoüberwachung in seinem Geschäft, die Langfinger jeder Couleur abschrecken soll.

Einmal ist keinmal?
Auch bei einem mittelständischen Busunternehmen gab es einige Mitarbeiter, die die Bustankstelle auf dem Firmengelände immer wieder heimlich privat nutzten. Dies führte zu einer großen finanziellen Belastung für das Unternehmen. Man entschied sich schließlich auch hier für eine Videoüberwachung, um dem „Dieselklau“ endlich Einhalt zu gebieten. Und tatsächlich hatten die Kameras eine abschreckende Wirkung. Seitdem landet der Diesel nur noch in den Firmenfahrzeugen. – Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ist der Schwund ein wachsendes Problem, besonders, wenn einzelne eigene Mitarbeiter mit dafür verantwortlich sind. Diese scheinen oft zu glauben, dass die paar Euros in die eigene Tasche, das Päckchen Zigaretten für den Eigenbedarf oder die eine Tankfüllung auf Kosten des Hauses nicht auffallen und nichts ausmachen. Doch für die Unternehmen sind die so verursachten Verluste nicht als „Peanuts“ abzutun. Sie können sogar den Bestand des Unternehmens gefährden.

Auf Nummer Sicher gehen
Für ein kleines Unternehmen ist der Einsatz einer Videoüberwachung also in erster Linie als wirtschaftlicher Aspekt zu sehen. Die Kosten für eine solche Anlage sind bedeutend geringer als die Summe, die dem Unternehmen durch Langfinger und unehrliche Mitarbeiter verloren geht oder gehen könnte. Es ist also auch eine vorbeugende Maßnahme, um potentielle Ladendiebe abzuschrecken. Und auch Mitarbeiter, die nicht zwischen „Mein“ und „Dein“ unterscheiden können.